In den letzten fünf Jahren haben Fintechs, Banken und Unternehmen zunehmend in die Entwicklung und Anwendung von Application Programming Interfaces (APIs) für Treasury und Finanzen investiert.

Corporate Treasurers setzen vermehrt auf APIs, um Abläufe zu optimieren und das geschäftliche und finanzielle Risiko zu verringern. Bankkonnektivität hat sich initial schnell zum massgeblichen Anwendungsfall entwickelt. Die Mehrheit der Befragten in einer aktuellen Umfrage von Strategic Treasurer und GTReasury  signalisierte, dass die API-Unterstützung sowohl für Banken als auch für TMS-Anbieter äusserst wichtig ist. Des Weiteren gaben 79 Prozent an, dass sie zum Zwecke der Bankkonnektivität von ihren Anbietern API-Support erwarten.

So werden APIs von Corporate Treasurers genutzt

Schnellere und einfachere Anbindung an TMS- und ERP-Systeme, Banken und andere Finanztools – die Vorzüge von Treasury-APIs sind verlockend. Das letztliche Ziel ist dabei natürlich eines, auf das die meisten Geschäftsprozessverbesserungen ausgelegt sind: die Automatisierung von manuellen Prozessen, um Zeit und Geld zu sparen und gleichzeitig Risiken zu verringern.

Bei Transaktionen häufig zum Einsatz kommende Kommunikationskanäle wie SWIFT und EBICS nutzen in der Regel Batch Processing, um grosse Datenmengen zu festen Zeiten im Paket zu übermitteln. Für Unternehmen, die eine anspruchsvolle Echtzeit-Transaktionsverarbeitung und transparente Nachverfolgung anstreben, klingt das Konzept von APIs im Hinblick auf die Optimierung und Beschleunigung der Konnektivität besonders vielversprechend.

Offene APIs bzw. direkt von einer Bank oder Dritten bereitgestellte APIs können dabei auch eine kostengünstigere Alternative darstellen. Doch viele Unternehmen arbeiten nach wie vor mit bestehenden Dateiformaten statt mit den neuen Formaten auf XML-Basis wie beispielsweise im ISO-20022-Standard definiert, was die Verbreitung von Banking-APIs erschweren könnte.

Verstärkte Konnektivität bedingt durch PSD2-, SCA- und 3DS2-Compliance

Die von der Europäischen Union überarbeitete Richtlinie über Zahlungsdienste (PSD2), ihre Anforderung für eine starke Kundenauthentifizierung (Strong Customer Authentication, SCA) und das Authentifizierungsprotokoll 3D Secure 2 (3DS2) zur Betrugsbekämpfung bei Kartenzahlungen sind hochaktuelle Themen, die die Nachfrage nach APIs weiter verstärken.

Die PSD2 verlangt, dass Banken im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und in Australien ihre Daten freigeben, sodass sie auf digitalem Weg zwischen autorisierten Stellen ausgetauscht werden können. Zwar sind APIs keine Voraussetzung für die Umsetzung dieser Anforderung, für viele haben sich offene APIs jedoch als einfachste Methode zur Implementierung in diesem Zusammenhang erwiesen, und die Banken reagieren entsprechend.

Fintechs und Zahlungsdienstleister sind ebenfalls auf den Zug aufgesprungen und stellen mittlerweile APIs für diverse Zwecke bereit – von der Übermittlung von Zahlungsinstruktionen über SCA-konforme Multi-Faktor-Authentifizierung bis hin zur Überprüfung der Kundenidentität mittels 3DS2.

Bedarf es APIs für Multibanking-Konnektivität?

Angesichts diese Faktoren ist es nicht verwunderlich, dass Corporate Treasurers das grösste Wachstumspotenzial (67 %) in der Einführung von Treasury Aggregation per Multibanking-Technologie sehen. Dies ist jedoch nicht mit API-Konnektivität gleichzusetzen.

Häufig befinden sich APIs am Backend für die Anbindung an Banken oder Multibanking-Konnektivitätsanbieter. So kann eine Bank beispielsweise die API für den SWIFT gpi Tracker mit Anwendungen verknüpfen, um den Abruf von Zahlungsinformationen und -aktualisierungen zu automatisieren.

Zudem setzt nicht jede Bank APIs ein, und selbst diejenigen, die sie nutzen, sind unter Umständen auf spezielle Konvertierungsschritte für Dateiformate angewiesen. Dies gilt besonders für die Zentralisierung und Standardisierung von Daten, die an mehrere Banken gesendet oder von ihnen empfangen werden. In vielen Fällen funktionieren etablierte Kanäle wie SWIFT und EBICS effizient, vor allem für Organisationen, die bereits die Umstellung auf ISO 20022 vorgenommen haben.

Während Treasury-Aggregatoren also Bank- und ergänzende Technologie-APIs unterstützen und sogar eigene APIs zur Verfügung stellen sollten, benötigen Treasurers in einigen Fällen nach wie vor alternative Kommunikationsmethoden.

Fides ist Ihr One-Stop-Shop

Bankkonnektivität ist das Kerngeschäft von Fides, und das seit Jahrzehnten. Wir sind Spezialisten im Management einer grossen Anzahl von Bankverbindungen. Das gibt Ihnen die Freiheit, den Umfang Ihrer Zusammenarbeit mit Banken auszuweiten oder diese zu wechseln, wenn sich die geschäftlichen Anforderungen verändern.

Fides unterstützt APIs sowie SWIFT, EBICS, SFTP und mehr. Mit Fides sind Sie nicht auf eine bestimmte Kommunikationsmethode beschränkt und können eine unbegrenzte Anzahl unterschiedlicher Verbindungsarten nutzen, darunter auch unsere exklusiven Multinetzwerk-, Dual-BIC-Lösungen. Wir pflegen Beziehungen zu tausenden von Banken in aller Welt. Unsere Sicherheits-, Risiko-, Compliance- und Technologieexperten wissen ganz genau, was bei jeder Art der Verbindung zu berücksichtigen ist.

Die Multibanking-Suite von Fides kann als eigenständige Lösung verwendet werden. Optional können Sie unsere Dienste für nahtloses Straight-Through-Processing auch an Ihr TMS oder ERP anbinden.